02.08.2010: Das von Schwarz-Gelb beschlossene Stipendienprogramm startet in einer deutlich abgespeckten Version

Weil der Staat sich zunehmend aus der Studienfinanzierung zurückziehe, drängt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) auf mehr Unterstützung seitens der privaten Hand für das nationale Stipendienprogramm. Ursprünglich hatte der Bund bis 2013 zusätzliche 160.000 Stipendien von monatlich 300 Euro in Aussicht gestellt - unabhängig vom Einkommen der Eltern - und finanziert zur Hälfte vom Staat, zur anderen Hälfte durch Wirtschaft und private Gönner.

In den vergangenen Wochen hat sich die Bundesregierung von den angekündigten Dimensionen heimlich verabschiedet und das Programm zurechtgeschrumpft. Heraus kam dabei ein Plan, der vorsieht, dass im kommenden Jahr gerade einmal 6.000 Studenten durchschnittlich zehn Monte lang in den Genuss eines neuen Stipendiums kommen. Das entspricht 0,3 Prozent der gut zwei Millionen Studenten in Deutschland.

Es bleibe aber ungeachtet des allmählichen Aufbaus bei dem Ziel, langfristig acht Prozent der zwei Millionen Studenten in Deutschland zusätzlich zu fördern: Das Stipendienprogramm kommt - dafür hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel einst persönlich eingesetzt.