Vorlesungsfreie Zeit = Arbeitszeit

Dass Studenten in der vorlesungsfreien Zeit nur auf der faulen Haut liegen, war schon immer ein Klischee. Dabei nutzen viele Studenten diese Zeit, um sich etwas für ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Zwei Drittel der knapp zwei Millionen Studenten in Deutschland arbeiten neben dem Studium. Mehr als die Hälfte verdient sich so ihren Lebensunterhalt. Der eine oder andere Student meint, so Praxiserfahrung sammeln zu können. Das Durchschnittsgehalt eines Studenten liegt bei neun bis zehn Euro die Stunde. Allerdings gibt es auch Ausreißer nach oben und nach unten. Die Klassiker der Studentenjobs sind immer noch: Kellner, Taxi-Fahrer, Verkäufer oder Bürohilfen.

Beim Deutschen Studentenwerk registriert man die große Zahl der Nebenerwebler mit gemischten Gefühlen. Studien ergaben, dass ein Student für eine Stunde Arbeit je 30 Minuten Freizeit und 30 Minuten Studienzeit opfere.

Studenten dürfen im Semester nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten, sonst verlieren sie Vorteile bei Steuern und Versicherungen. Wer mehr als 8004 Euro im Jahr verdient, erhält außerdem weniger oder gar kein Kindergeld mehr. Für Bafög-Bezieher liegt die Obergrenze bei einem monatlichen Verdienst bei 401,50 Euro. Wer auf 400-Euro-Basis jobbt, muss weder Steuern noch Sozialabgaben entrichten und auch keine Lohnsteuerkarte abgeben. Für einen Arbeitgeber und einen Studenten kann es sich aber auch lohnen, einen sogenannten Werksstudenten-Vertrag abzuschließen.